Ratgeber · Print-Design

Flyer gestalten, der Anfragen bringt: 8 Regeln.

Die meisten Flyer landen nach drei Sekunden im Altpapier. Das liegt selten am Papier, sondern daran, dass nicht sofort klar ist, worum es geht und was man tun soll. Mit diesen acht Regeln gehört Ihr Flyer zu den anderen.

Von Orkun Mert, Webdesigner aus Gummersbach · Stand: November 2026 · 5 Min. Lesezeit

1. Ein Flyer, eine Botschaft

Ein Flyer ist kein Firmenprospekt. Er hat ein Ziel: eine neue Leistung bekannt machen, ein Angebot bewerben, zur Eröffnung einladen. Wer alles auf einmal sagen will, sagt am Ende nichts.

2. Die Überschrift entscheidet

In den ersten Sekunden liest niemand den Fließtext. Die Überschrift muss sagen, was der Leser davon hat. „Ihr Garten im Herbst: Laub, Rückschnitt, Winterfest – alles aus einer Hand“ funktioniert besser als „Müller Gartenservice“.

3. Nutzen vor Eigenschaften

Schreiben Sie nicht nur, was Sie tun, sondern was der Kunde davon hat. Nicht „Wir reinigen Fenster“, sondern „Klare Sicht ohne Leiter, ohne Aufwand – wir kommen zu Ihnen“.

4. Klare Aufforderung

Was soll der Leser tun? Anrufen, auf die Website gehen, einen Termin vereinbaren? Sagen Sie es ausdrücklich, und machen Sie diesen Schritt so einfach wie möglich: große Telefonnummer, QR-Code, kurze Webadresse.

5. Ein Grund, jetzt zu handeln

Ein zeitlich begrenztes Angebot, ein Aktionspreis für die ersten Kunden oder eine saisonale Leistung geben dem Leser einen Grund, nicht „irgendwann mal“ anzurufen.

6. Weißraum statt Textwüste

Leere Fläche ist kein verschenkter Platz. Sie führt den Blick und macht den Flyer leichter lesbar. Wenige, gut lesbare Schriftgrößen und echte Fotos aus Ihrem Betrieb wirken besser als vollgestopfte Seiten mit Stockbildern.

7. Das passende Format

FormatMaßeGut für
DIN lang99 × 210 mmAuslagen, Briefumschläge, kurze klare Botschaften
DIN A6105 × 148 mmHandzettel, Beilagen, Postkarten-Optik
DIN A5148 × 210 mmmehr Platz für Bilder, Angebote und Preise

8. Die Verteilung mitdenken

Ein Flyer ist nur so gut wie seine Verteilung. Briefkästen in Ihrem Einzugsgebiet, Auslagen bei Partnern, Beilage zu jeder Rechnung oder bei Veranstaltungen – planen Sie das, bevor Sie die Auflage bestellen. Und beachten Sie: Briefkästen mit dem Hinweis „Keine Werbung“ sind tabu.

Bonus: messen, was funktioniert

Mit einem QR-Code, der auf eine eigene Seite oder eine Adresse mit Kennung führt, sehen Sie, wie viele Menschen über den Flyer kommen. Fragen Sie außerdem bei Anrufen kurz nach, wie der Kunde auf Sie aufmerksam geworden ist. So wissen Sie beim nächsten Mal, ob sich die Aktion gelohnt hat.

Lieber machen lassen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, was Ihr Betrieb braucht – und was es kostet.