Ratgeber · Print-Design

Visitenkarte gestalten: Was draufgehört – und was nicht.

Eine Visitenkarte ist klein, aber sie bleibt. Sie liegt in Geldbörsen, auf Schreibtischen und an Pinnwänden – oft länger als jede Online-Werbung. Damit sie ihren Zweck erfüllt, kommt es auf ein paar Dinge an. Hier ist meine Checkliste.

Von Orkun Mert, Webdesigner aus Gummersbach · Stand: November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Was auf eine Visitenkarte gehört

Für Visitenkarten gibt es keine gesetzlichen Pflichtangaben. Es gibt aber Angaben, ohne die eine Karte ihren Zweck verfehlt:

  • Firmenname und Logo
  • Ihr Name und Ihre Funktion – damit der Kunde weiß, wen er anruft
  • Telefonnummer – bei Handwerkern und Dienstleistern die wichtigste Angabe
  • E-Mail-Adresse und Website
  • Adresse, wenn Kunden zu Ihnen kommen; sonst reicht der Ort
  • Was Sie anbieten – ein kurzer Satz oder Stichworte. Viele Visitenkarten verraten nicht, was die Firma eigentlich macht.

Was weg kann

  • Faxnummern, die niemand mehr nutzt
  • Lange Aufzählungen aller Leistungen – dafür gibt es die Website
  • Mehrere Telefonnummern ohne klare Funktion
  • Kleine, schwer lesbare Schriften, nur damit alles draufpasst

Weniger ist auf einer Visitenkarte fast immer mehr. Die Rückseite bietet Platz für eine klare Aussage, ein Bild oder einen QR-Code.

Der QR-Code als Verbindung ins Netz

Ein QR-Code auf der Rückseite kann direkt auf Ihre Website, Ihr Google-Unternehmensprofil oder das Formular für eine Google-Bewertung führen. Damit er zuverlässig funktioniert:

  • mindestens etwa 2 × 2 cm groß drucken,
  • dunkel auf hellem Grund mit ausreichend Rand,
  • vor dem Druck mit mehreren Smartphones testen,
  • eine Adresse verwenden, die dauerhaft gültig bleibt.

Format, Papier und Veredelung

Das Standardformat in Deutschland ist 85 × 55 mm. Es passt in jedes Kartenfach. Sonderformate fallen auf, landen aber eher in der Schublade.

Beim Papier gilt: Eine dünne Karte wirkt billig. Üblich sind kräftige Papiere ab etwa 300 g/m². Matte Oberflächen wirken ruhig und hochwertig und lassen sich beschreiben, glänzende bringen Farben zum Leuchten. Veredelungen wie Prägung, Spotlack oder ein besonderes Naturpapier machen eine Karte zum Hingucker – sie erhöhen aber die Druckkosten.

Damit die Druckerei nicht ablehnt

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Design, sondern bei der Druckdatei:

  • Beschnittzugabe: Farbflächen und Bilder, die bis an den Rand gehen, müssen einige Millimeter über das Endformat hinausragen. Wie viel, gibt die Druckerei vor.
  • Sicherheitsabstand: Texte und Logo mit genügend Abstand zum Rand, damit beim Schneiden nichts verloren geht.
  • Druckfarben: Die Datei muss in CMYK angelegt sein. Bildschirmfarben (RGB) können im Druck deutlich anders aussehen.
  • Auflösung: Bilder und Logos in ausreichender Auflösung, idealerweise als Vektorgrafik.

Eine Karte, die zur Website passt

Die beste Visitenkarte ist die, die Ihr Kunde wiedererkennt, wenn er später Ihre Website öffnet: gleiche Farben, gleiche Schrift, gleiches Logo. So wirkt Ihr Betrieb aus einem Guss – und genau das schafft Vertrauen.

Lieber machen lassen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, was Ihr Betrieb braucht – und was es kostet.