Was auf eine Visitenkarte gehört
Für Visitenkarten gibt es keine gesetzlichen Pflichtangaben. Es gibt aber Angaben, ohne die eine Karte ihren Zweck verfehlt:
- Firmenname und Logo
- Ihr Name und Ihre Funktion – damit der Kunde weiß, wen er anruft
- Telefonnummer – bei Handwerkern und Dienstleistern die wichtigste Angabe
- E-Mail-Adresse und Website
- Adresse, wenn Kunden zu Ihnen kommen; sonst reicht der Ort
- Was Sie anbieten – ein kurzer Satz oder Stichworte. Viele Visitenkarten verraten nicht, was die Firma eigentlich macht.
Was weg kann
- Faxnummern, die niemand mehr nutzt
- Lange Aufzählungen aller Leistungen – dafür gibt es die Website
- Mehrere Telefonnummern ohne klare Funktion
- Kleine, schwer lesbare Schriften, nur damit alles draufpasst
Weniger ist auf einer Visitenkarte fast immer mehr. Die Rückseite bietet Platz für eine klare Aussage, ein Bild oder einen QR-Code.
Der QR-Code als Verbindung ins Netz
Ein QR-Code auf der Rückseite kann direkt auf Ihre Website, Ihr Google-Unternehmensprofil oder das Formular für eine Google-Bewertung führen. Damit er zuverlässig funktioniert:
- mindestens etwa 2 × 2 cm groß drucken,
- dunkel auf hellem Grund mit ausreichend Rand,
- vor dem Druck mit mehreren Smartphones testen,
- eine Adresse verwenden, die dauerhaft gültig bleibt.
Format, Papier und Veredelung
Das Standardformat in Deutschland ist 85 × 55 mm. Es passt in jedes Kartenfach. Sonderformate fallen auf, landen aber eher in der Schublade.
Beim Papier gilt: Eine dünne Karte wirkt billig. Üblich sind kräftige Papiere ab etwa 300 g/m². Matte Oberflächen wirken ruhig und hochwertig und lassen sich beschreiben, glänzende bringen Farben zum Leuchten. Veredelungen wie Prägung, Spotlack oder ein besonderes Naturpapier machen eine Karte zum Hingucker – sie erhöhen aber die Druckkosten.
Damit die Druckerei nicht ablehnt
Die meisten Probleme entstehen nicht beim Design, sondern bei der Druckdatei:
- Beschnittzugabe: Farbflächen und Bilder, die bis an den Rand gehen, müssen einige Millimeter über das Endformat hinausragen. Wie viel, gibt die Druckerei vor.
- Sicherheitsabstand: Texte und Logo mit genügend Abstand zum Rand, damit beim Schneiden nichts verloren geht.
- Druckfarben: Die Datei muss in CMYK angelegt sein. Bildschirmfarben (RGB) können im Druck deutlich anders aussehen.
- Auflösung: Bilder und Logos in ausreichender Auflösung, idealerweise als Vektorgrafik.
Eine Karte, die zur Website passt
Die beste Visitenkarte ist die, die Ihr Kunde wiedererkennt, wenn er später Ihre Website öffnet: gleiche Farben, gleiche Schrift, gleiches Logo. So wirkt Ihr Betrieb aus einem Guss – und genau das schafft Vertrauen.