Ratgeber · Webdesign

Website-Relaunch: Wann Ihre Homepage erneuert werden sollte.

Eine Website altert schneller als ein Firmenwagen. Was vor fünf Jahren modern war, wirkt heute oft langsam und unübersichtlich – vor allem auf dem Smartphone. Diese sieben Anzeichen zeigen, dass ein Relaunch fällig ist. Und am Ende erkläre ich, wie Sie dabei nichts bei Google verlieren.

Von Orkun Mert, Webdesigner aus Gummersbach · Stand: November 2026 · 5 Min. Lesezeit

7 Anzeichen, dass Ihre Website erneuert werden sollte

1. Auf dem Smartphone ist sie schwer zu bedienen

Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy. Müssen Sie zoomen, um Texte zu lesen? Sind Knöpfe zu klein? Dann verlieren Sie Besucher. Ein großer Teil der Suchen nach lokalen Betrieben läuft heute über das Smartphone – und Google bewertet Websites vor allem nach ihrer mobilen Version.

2. Sie lädt langsam

Wenn eine Seite mehrere Sekunden braucht, springen viele Besucher ab, bevor sie überhaupt etwas sehen. Testen können Sie das kostenlos mit Google PageSpeed Insights. Werte im roten Bereich sind ein deutliches Signal.

3. Sie bringt keine Anfragen

Eine Website, die nie zu einem Anruf oder einer E-Mail führt, erfüllt ihren Zweck nicht. Häufige Gründe: Kontaktmöglichkeiten sind versteckt, es fehlt eine klare Aussage, was Sie anbieten, oder Besucher finden keinen Grund, Ihnen zu vertrauen.

4. Sie wird bei Google nicht gefunden

Suchen Sie nach Ihrer Leistung und Ihrem Ort, etwa „Fliesenleger Wiehl“. Taucht Ihre Seite nicht auf den ersten Seiten auf, fehlen oft die Grundlagen: passende Seitentitel, eigene Seiten für Ihre Leistungen, lokaler Bezug im Text.

5. Inhalte sind veraltet

Alte Öffnungszeiten, ehemalige Mitarbeiter auf Fotos, Leistungen, die Sie gar nicht mehr anbieten, oder ein Copyright von vor vielen Jahren – all das kostet Vertrauen.

6. Das Design passt nicht mehr zu Ihrem Betrieb

Ihr Unternehmen hat sich weiterentwickelt, Ihre Website nicht. Wenn Sie Ihre eigene Seite ungern Kunden zeigen, ist das Grund genug.

7. Technik und Rechtliches sind nicht aktuell

Fehlende SSL-Verschlüsselung („Nicht sicher“ in der Adresszeile), eingebundene Google-Schriften ohne Einwilligung, ein veraltetes Impressum oder ein WordPress, das seit Jahren kein Update bekommen hat: Das sind Risiken, die Sie nicht eingehen müssen.

Überarbeiten oder neu bauen?

Nicht jede Website braucht einen kompletten Neuaufbau. Wenn Technik und Aufbau solide sind, reichen manchmal neue Texte, bessere Bilder und eine Optimierung für Google. Ein Neuaufbau ist sinnvoll, wenn die Technik veraltet ist, die Seite auf dem Smartphone nicht funktioniert oder sich das Design nicht mehr sinnvoll anpassen lässt.

So behalten Sie beim Relaunch Ihre Google-Platzierungen

Der größte Fehler beim Relaunch: Die neue Website geht online, und die alten Adressen führen ins Leere. Google findet die bekannten Seiten nicht mehr, und mühsam aufgebaute Platzierungen gehen verloren. So vermeiden Sie das:

  1. Bestandsaufnahme: Vor dem Relaunch alle bestehenden Seiten-Adressen erfassen – vor allem die, über die heute Besucher kommen.
  2. Weiterleitungen einrichten: Jede alte Adresse wird dauerhaft (301) auf die passende neue Seite weitergeleitet.
  3. Inhalte mitnehmen: Was gut gefunden wird, wird verbessert, nicht gelöscht.
  4. Google informieren: Neue Sitemap in der Google Search Console einreichen und die wichtigsten Seiten zur Indexierung anmelden.
  5. Nachkontrolle: In den Wochen danach prüfen, ob alle Seiten indexiert sind und keine Fehler auftauchen.

Diese Schritte gehören bei mir zu jedem Relaunch dazu. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Website heute steht, nutzen Sie den kostenlosen Website-Check.

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