Warum Bewertungen so viel bewirken
Wenn ein Kunde drei Betriebe in der Kartenansicht vergleicht, schaut er zuerst auf die Sterne und die Anzahl der Bewertungen. Ein Betrieb mit vielen aktuellen, guten Bewertungen wirkt vertrauenswürdiger als einer mit zwei Bewertungen von vor vier Jahren. Für Google sind Bewertungen ein Hinweis darauf, wie bekannt und beliebt ein Unternehmen ist.
Der wichtigste Schritt: einfach fragen
Die meisten zufriedenen Kunden würden gern eine Bewertung schreiben. Sie denken nur nicht daran, oder es ist ihnen zu umständlich. Deshalb gilt:
- Persönlich fragen: Am Ende eines gelungenen Auftrags, wenn der Kunde zufrieden ist. Ein ehrliches „Es würde mir sehr helfen“ wirkt besser als jede Vorlage.
- Den Weg kurz machen: In Ihrem Google-Unternehmensprofil finden Sie einen direkten Link zum Bewertungsformular. Schicken Sie ihn per SMS, WhatsApp oder E-Mail.
- QR-Code nutzen: auf der Visitenkarte, der Rechnung oder einem Aufsteller an der Kasse. Ein Scan, und das Bewertungsformular ist offen.
- Den richtigen Moment wählen: direkt nach dem Auftrag, nicht Wochen später.
Auf Bewertungen antworten
Antworten Sie auf jede Bewertung. Auf positive mit einem kurzen, persönlichen Dank. Auf negative sachlich und ohne Rechtfertigungsorgie: Bedauern ausdrücken, die eigene Sicht kurz schildern, eine Lösung anbieten. Ihre Antwort lesen nicht nur der Kritiker, sondern alle künftigen Kunden.
Was verboten ist
Hier wird es wichtig, denn Verstöße können Ihr Profil und Ihren Ruf kosten:
- Bewertungen kaufen oder tauschen: verstößt gegen die Google-Richtlinien und ist nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig.
- Gegenleistungen anbieten: Rabatte, Gutscheine oder Gewinnspiele im Tausch gegen eine Bewertung sind laut Google nicht erlaubt.
- Nur zufriedene Kunden fragen und gezielt aussieben: Google untersagt es, unzufriedene Kunden gezielt von Bewertungen abzuhalten.
- Bewertungen über das eigene Unternehmen: von Ihnen selbst oder von Mitarbeitern schreiben lassen.
Google filtert verdächtige Bewertungen automatisch heraus. Bewertungen, die plötzlich in großer Zahl erscheinen, verschwinden oft wieder.
Bewertungen auf der eigenen Website
Wenn Sie Kundenstimmen auf Ihrer Website zeigen, müssen Sie seit 2022 angeben, ob und wie Sie sicherstellen, dass sie von echten Kunden stammen (§ 5b Abs. 3 UWG). Ein kurzer Hinweis genügt, zum Beispiel, dass die Stimmen aus dem Google-Unternehmensprofil übernommen wurden. Erfundene Kundenstimmen sind unzulässig.
Realistische Erwartungen
Gerade am Anfang kommen Bewertungen langsam. Wichtiger als eine große Zahl auf einmal ist ein stetiger Fluss: lieber jeden Monat zwei neue, echte Bewertungen als zwanzig an einem Tag. Wer jeden zufriedenen Kunden fragt, hat nach einem Jahr ein Profil, das für sich spricht.