Ratgeber · Local SEO

Google-Unternehmensprofil einrichten: Schritt für Schritt.

Das Google-Unternehmensprofil – früher Google My Business – ist kostenlos und für lokale Betriebe das wichtigste Werkzeug, um in Google Maps und in der Suche gefunden zu werden. In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie es richtig einrichten und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Von Orkun Mert, Webdesigner aus Gummersbach · Stand: November 2026 · 7 Min. Lesezeit

Bevor Sie starten

Sie brauchen ein Google-Konto, am besten eines, das zu Ihrem Unternehmen gehört und nicht zu einem privaten Gmail-Konto eines Mitarbeiters. Prüfen Sie außerdem, ob es Ihr Unternehmen bei Google schon gibt. Manchmal legt Google Einträge automatisch an. Dann beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag, statt einen neuen zu erstellen – doppelte Einträge schaden.

Schritt 1: Name, Kategorie, Standort

Rufen Sie business.google.com auf und folgen Sie der Einrichtung.

  • Name: genau so, wie Ihr Unternehmen heißt – auf Schildern, Rechnungen und im Impressum. Keine zusätzlichen Suchbegriffe oder Orte.
  • Hauptkategorie: die wichtigste Entscheidung im ganzen Profil. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt, etwa „Elektriker“ statt „Handwerker“.
  • Standort oder Servicegebiet: Haben Sie Räume, in die Kunden kommen, geben Sie die Adresse an. Fahren Sie zu Ihren Kunden, blenden Sie die Adresse aus und legen Sie ein Servicegebiet fest, zum Beispiel die Orte, in denen Sie arbeiten.

Schritt 2: Bestätigung

Google muss prüfen, dass es Ihr Unternehmen wirklich gibt. Je nach Fall geht das per Video, Telefon, E-Mail oder Postkarte. Bei der Videobestätigung filmen Sie zum Beispiel Ihren Standort, Ihr Firmenfahrzeug oder Werkzeug und Unterlagen. Folgen Sie genau den Anweisungen von Google. Erst nach der Bestätigung ist Ihr Profil vollständig sichtbar.

Schritt 3: Profil vollständig ausfüllen

Ein vollständiges Profil hat bessere Chancen als ein halb ausgefülltes. Arbeiten Sie diese Punkte ab:

  • Zusatzkategorien: weitere Kategorien, die zu Ihren Leistungen passen. Nur wählen, was Sie wirklich anbieten.
  • Leistungen: jede Leistung einzeln mit kurzer Beschreibung, gern mit Preis. Google nutzt diese Angaben, um Ihr Profil passenden Suchen zuzuordnen.
  • Beschreibung: bis zu 750 Zeichen. Was bieten Sie an, für wen, in welcher Region? Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen.
  • Öffnungszeiten: inklusive Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.
  • Telefon und Website: Telefonnummer wie auf Ihrer Website, Link auf Ihre Startseite.
  • Fotos: echte Bilder von Ihnen, Ihrem Team, Ihren Fahrzeugen und Ihren Arbeiten. Keine Stockfotos.

Schritt 4: Aktiv bleiben

Ein Profil einzurichten ist der Anfang. Was danach zählt:

  • Bewertungen beantworten: jede, auch die negativen. Sachlich, freundlich und zeitnah.
  • Beiträge veröffentlichen: ein abgeschlossenes Projekt, ein Angebot, eine Neuigkeit. Regelmäßige Aktivität zeigt Google und Kunden, dass Ihr Betrieb lebt.
  • Neue Fotos hochladen: nach jedem schönen Auftrag ein, zwei Bilder.
  • Daten aktuell halten: Ändert sich etwas, ändern Sie es zuerst im Profil.

Die häufigsten Fehler

  1. Suchbegriffe oder Orte im Firmennamen – das kann zur Sperrung führen.
  2. Eine zu allgemeine Hauptkategorie.
  3. Unterschiedliche Telefonnummern oder Schreibweisen der Adresse auf Website, Google und in Verzeichnissen.
  4. Doppelte Einträge für dasselbe Unternehmen.
  5. Profil eingerichtet und danach nie wieder angefasst.

Und danach: auch bei Bing und Apple

Mit denselben Daten sollten Sie Ihr Unternehmen auch bei Bing Places und Apple Business Connect eintragen. Bing Places kann Daten direkt aus Ihrem Google-Profil übernehmen. Apple Business Connect sorgt dafür, dass Sie in Apple Karten auf dem iPhone richtig erscheinen.

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